Mittwoch, 31. Oktober 2012

"A-39-Schlüssel" der FDP passt nicht

Beim FDP-"Regionalforum in Uelzen bestätigte sich wieder einmal die Bedeutung der A 39 als reiner Propaganda- und Wahlkampfautobahn. Nach dem Motto: Wenn mir sonst für die Region nichts einfällt, fordere ich in Wahlkampfzeiten eben eine Autobahn als Heilsbringer. Immer mehr Bürger durchschauen diese seit 10 Jahren immer leereren Ankündigungen. Zumal der Verkehrshaushalt des Bundes schon jetzt für Reparaturen und die Fertigstellung begonnener Projekte nicht ausreicht und die letztlich entscheidende Bundesebene dem Land Niedersachsen schon gar nicht neben der prioritär geforderten Küstenautobahn A 20 eine zweite Autobahn genehmigen wird.
>br> Laut Niedersachsens FDP-Verkehrsminister Bode soll die A 39 der "Schlüssel" sein für die Verbindung Wolfsburg-Braunschweigs mit Hamburg. Entstanden ist die A 39 aber nachweisbar als reines Wahlkampf-Projekt in den Landtagswahlkämpfen 2002/2003. Deshalb ja auch die schwache überregionale Lobby-Position der hiesigen Befürworter und das miserable Nutzen-Kosten-Verhältnis der A 39. Zumal VW ja durchaus nicht zu den Verursachern der A-39-Planungen gehört und auch die Hansestadt Hamburg bei ihren Forderungen nach der Hinterlandanbindung seines Hafens die A 39 so gut wie nie mit aufführt.

Da die A-39-Gegner die Planfeststellung des A-39-Teilabschnitts Lüneburg voraussichtlich durch gut begründete Klagen verzögern (und letztlich verhindern) werden, wird die A 39 daher 2014 nicht einmal diese formale Voraussetzung für die Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan schaffen. Höchste Zeit eigentlich, dass die A-39-Befürworter ihre Abstinenz in Sachen eines "Plans B" aufgeben und den Ausbau vorhandener Verkehrswege für unsere Region endlich in den Blick nehmen. Eher peinlich, wenn einige Lokalpolitiker immer noch auf die Erfüllung "infrastruktureller Forderungen" durch die A 39 hoffen.

Bode schminkt ja mittlerweile selber die früheren vollmundigen A-39-Verheißungen für den Landkreis ab: Jetzt heißt es nur noch, für den Landkreis "bleibe an der Strecke auch etwas übrig". Ob er damit Durchschneidung, Lärm, landwirtschaftliche Landverluste und Pachtpreistreiberei und Schäden für Umwelt und unsere Kurorte meint? Solch einen "Schlüssel" für unsere Region brauchen wir alle nicht - auch der abstiegsbedrohten FDP fehlt für solch einen verqueren "Schlüssel" jegliches Schloss.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz
Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

Samstag, 27. Oktober 2012

Meinungsumfrage zur A39 in Jembke

Hallo zusammen,

in den kommenden Tagen wird von der Gemeinde Jembke ein Anschreiben mit Lageplan der A39 und der Tank- und Rastanlage, sowie ein Fragebogen ausgeteilt.

Mit diesem Fragebogen möchten sich Rat und Bürgermeister ein Meinungsbild der Jembker B
ürger zum Thema A39 machen. Passend dazu wird von uns an diesem Wochenende in Jembke ein Flugblatt verteilt. Auf der Rückseite habe ich folgenden persönlichen Kommentar abgegeben:



"Liebe Jembker,

die Bürgerinitiative „Natürlich Boldecker Land“ muss niemandem etwas beweisen. Sie muss keiner Partei gehorchen, sondern kann sich voll und ganz für die Menschen in der Region engagieren.

Wir haben uns in diesem Jahr intensiv mit dem geplanten Ausbau der Autobahn A 39 auseinander gesetzt und drei große Veranstaltungen organisiert, Infos verteilt und viel Zuspruch erhalten.

Wissenschaftliche Fakten nutzen uns Bürgern mehr als Populismus. Wir setzen auf Transparenz und wünschen uns einen offenen demokratischen Prozess für unsere Heimat!"

Wir haben nichts zu verlieren bei der "Bürgerbefragung", wir werden unsere Arbeit gegen diese unvernünftige Autobahn unermüdlich fortsetzen.


Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Gemeinderat beschließt Bürgerbefragung in Jembke

Hallo zusammen,

heute waren wir bei der öffentlichen Ratssitzung in Jembke. Der vom Land Niedersachsen geplante Ausbau der Bundesautobahn A39 war, wie zu erwarten, ein Hauptthema.

Bürgermeister Henning Schulze informierte die anwesenden Bürger darüber, dass er am 11. Oktober beantragt hat, die Umgehungsstraße für Jembke im neuen Verkehrswegeplan aufzunehmen.

Des Weiteren verlas der Bürgermeister einen Brief von der Anwaltskanzlei Appelhagen, in welchem sich für die Gemeinde Jembke letztendlich nur eine einzige Möglichkeit ergibt, gegen die Planungen vorzugehen. Das wären Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren.

Zu diesem Punkt habe ich einen A39-Begleit-Ausschuss vorgeschlagen, welcher zusammen mit den klügsten Köpfen aller Gemeinden und externen Fachleuten solche Einwendungen ausarbeitet. Damit wir, falls es irgendwann zum Ernstfall "Planfeststellungsverfahren" kommt, optimal vorbereitet sind. Dieser Vorschlag wurde vom Rat abgelehnt. Bürgermeister Schulze wies auf seine ohnehin schon knapp bemessene Freizeit hin.

Der Gemeinderat Jembke hat heute beschlossen eine Bürgerbefragung durchzuführen. In der kommenden Woche soll an alle Haushalte ein Anschreiben mit genauen Lageplan der A39 und der T+R Anlage, sowie ein Fragebogen ausgeteilt werden. Karin Loock merkte an, dass im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz der genaue Ablauf einer Bürgerbefragung geregelt ist.

Zumindest wird im Anschreiben darauf hingewiesen, dass die Bürgerbefragung für die Gemeindevertreter rechtlich unverbindlich ist. Ein Schutz vor Manipulationen der Befragung durch Stempel oder Nummerierungen wurde als unnötig abgelehnt.

Ich merkte an, dass unsere Veranstaltungen in diesem Jahr eines ganz klar gezeigt haben. Es besteht Informationsbedarf bei den Bürgern! Die Bürger sind es leid an der Nase herumgeführt zu werden. Es kann nicht allein die Aufgabe einer Bürgerinitiative sein, die gesamte Gemeinde mit sachlichen Informationen zu versorgen. Eine Bürgerin stand uns bei und gab ebenfalls zu, jetzt nach dem A39-Info-Abend mit Professor Pez erkannt zu haben, dass der Verkehr in den Ortschaften durch die Autobahn nicht abnehmen wird, sondern das wir durch einen Autobahnbau sehr viel zusätzlichen Fernverkehr ins Land bekommen.

Die Fakten vom Professor Pez wurden danach von den Ratsmitgliedern in Frage gestellt. Nach dem Motto " Wessen Brot ich es, dessen Lied ich sing." Nur haben sie dabei nicht bedacht, dass wir diesen Universitätsprofessor gar nicht bezahlt haben, sondern alle Steuerzahler.

Wir danken dem Jembker Rat und dem Bürgermeister für die uns zugesandten Informationen! Leider sind wir von einer produktiven Zusammenarbeit zum Wohle aller betroffenen Bürger, noch weit entfernt. Man kann sich doch nicht einerseits über zu viel Arbeit beschweren, aber jegliche Hilfe ablehnen!?

Fazit: Liebe Jembker, wir lehnen die Autobahn A39 ab, weil wir damit automatisch die Tank- und Rastanlage verhindern können. Nur so kann man bei den Entscheidern ein klares Zeichen setzen. Alle anderen Aussagen würden uns unglaubwürdig machen. Informiert Eure Nachbarn und füllt den Fragebogen aus, damit die Gemeindevertreter ein klares Signal bekommen.

Wir wünschen uns trotz aller Bedenken einen geordneten Verlauf der Bürgerbefragung.



Bis dann,
Norbert Schulze


Dies ist ein privater Beitrag von Norbert Schulze als Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Er gibt nicht unbedingt die Meinung der gesamten Bürgerinitiative wieder. Wer sachliche Fehler findet, darf sie hier gerne kommentieren oder mich persönlich kontaktieren. Kontaktdaten sind im Impressum zu finden.

Samstag, 20. Oktober 2012

Unser "Protest gegen A 39-Ausbau" im NDR-TV

Hallo zusammen,

gestern Abend lief der Beitrag: "Protest gegen A 39-Ausbau" im NDR-Fernsehen. Wer die Sendung verpasst hat, der kann sie in der Mediathek nachträglich noch einmal anschauen.


Den ganzen Nachmittag des 18. Oktobers war das NDR-Kamerateam in Jembke bei Familie Loock und Abends im Barwedler Heidekrug. Herausgekommen ist ein insgesamt stimmungsvoller Blick auf unser Landleben und das Engagement für die Zukunft.

Ist es wirklich ein großer Zufall, dass ausgerechnet gestern eine Studie des ADAC heraus kam, die den massiven Ausbau der Autobahnen fordert? Der NDR hat es ebenfalls in der "Hallo Niedersachsen" Sendung aufgenommen, obwohl in der Studie hauptsächlich andere Bundesländer genannt werden. Das vom Automobilclub für die Studie beauftrage Unternehmen "Intraplan Consult" hat im Sommer eine vom Titel ähnliche Studie veröffentlicht: "Deutschlands Nahverkehr steht vor dem Kollaps." Um den wissenschaftlichen Wert solcher bezahlten Studien wird sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

Etwas schmunzeln musste ich als unser Wirtschaftsminister Bode im Interview genau die Argumente gebetsmühlenartig wiederholte, welche Professor Pez am Abend zuvor als längst überholt bezeichnet hat.

Wir danken dem NDR für diesen schönen Beitrag, weil er damit unserer ländlichen Region eine Stimme gibt. Noch ist Niedersachsen und insbesondere die Lüneburger Heide eines der größten Naturlandschaften in Deutschland.

Schönes Wochenende
Norbert Schulze

Dies ist ein privater Beitrag von Norbert Schulze als Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Er gibt nicht unbedingt die Meinung der gesamten Bürgerinitiative wieder. Wer sachliche Fehler findet, darf sie hier gerne kommentieren oder mich persönlich kontaktieren. Kontaktdaten sind im Impressum zu finden.

Freitag, 19. Oktober 2012

Autobahn A 39: Wirtschaftlicher Fortschritt oder verkehrspolitischer Rückschritt?

Hallo zusammen,

Professor Pez hat gestern Abend einen beeindruckenden Vortrag zur geplanten Autobahn A 39 gehalten und konnte alle Fragen sachlich beantworten. Der Heidekrug war komplett gefüllt und im Anschluss es gab noch hitzige Debatten.

Heute Abend um 19:30 auf NDR "Hallo Niedersachsen" einschalten! Dort läuft der TV-Beitrag über den auch die Aller Zeitung heute berichtet.

Fast den kompletten Vortrag von Professor Pez haben wir auf unserem Youtube-Kanal hochgeladen. Es ist zwar nicht NDR-Profiqualität, aber es geht hier eher um den Inhalt. Die insgesamt 4 Teile befinden sich am Ende dieses Artikels. Die Folie des Vortrages kann man hier zum nachlesen herunterladen.

Umweltexperte Wilfried Sievers vom Naturschutz Bromer Land hatte es im Anschluss etwas schwer am späten Abend noch mal die Zuschauer für Umweltaspekte zu begeistern. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit den Referenten noch Fragen stellen. Leider konnten wir nicht Alle zu Wort kommen lassen. Aber es zeigt auch, dass dort Bedarf besteht.

Wir haben von der Bürgerinitiative in diesem Jahr drei große Informationsveranstaltungen mit mehreren hundert Bürgern organisiert und durchgeführt. Vielleicht haben wir nicht immer den richtigen Ton getroffen oder wurden von Einzelnen als zu frech empfunden. Aber wir sind keine Politprofis, sondern einfach nur Bürger in Bewegung.

Wir bitten unsere Lokalpolitiker um Verständnis und wünschen gerade den alten Hasen ein dickeres Fell. Wir müssen uns zusammen raufen und nach außen Geschlossenheit zeigen. Wenn wir den alten Hasen zu frech sind, dann sollen sie doch den willigen jungen Ratsmitglieder eine Chance geben mit uns zu arbeiten. Denn hier geht es um die Zukunft unserer Heimat.

Am Mittwoch den 24. Oktober findet um 18:30 Uhr in der Jembker Brotje-Klause eine öffentliche Ratssitzung mit Bürgerfragestunde statt. Lasst uns dort wieder zahlreich erscheinen.

Im Sportheim Tappenbeck am Freitag den 23. November ab 18:00Uhr möchten wir die beginnenden Vorweihnachtszeit nutzen, um unsere Gemeinschaft zu stärken. Dazu gehören auch mal etwas gemütlichere Veranstaltungen. Wenn wir nebenher tolle Ideen für Aktionen im Jahr 2013 finden, um so besser. Jeder bringt etwas leckeres mit, selbst wenn es nur Kekse aus dem Supermarkt sind. Getränke werden wir organisieren.

Wir danken noch mal allen Teilnehmern ganz herzlich. Der demokratische Prozess ist im Gang und wird uns letztendlich zum Erfolg führen.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Heute Abend 19:30 A39-Info im Heidekrug Barwedel

Hallo zusammen,

vor kurzem ist mir ein Zitat von Albert Schweizer aufgefallen, welches genau unsere aktuelle Situation beschreibt: "Keine Zukunft vermag gutzumachen, was du in der Gegenwart versäumst."

Heute Abend habt Ihr eine einmalige Gelegenheit von einem renommierten Wissenschaftler aus erster Hand Infos zum geplanten Ausbau der Bundesautobahn A39 zu bekommen. Wahlkampfparolen von Politikern oder die Gerüchteküche sind keine sinnvolle Informationsquelle.

Der Morgen des 18. Oktober 2012
Heute Morgen habe ich auf der geplanten Trasse der A39 das düstere Foto rechts aufgenommen. Die dunklen Wolken könnte man mit den jüngst bekannt gemachten Verlegung der Tank- und Rastanlage vergleichen. Trotzdem haben wir heute einen schönen sonnigen Herbsttag bekommen und genau so sonnig wird es für uns weiter gehen. Vorausgesetzt wir halten zusammen und stärken die Gemeinschaft!


Die Familie Loock hat heute Nachmittag das NDR-Filmteam zu Gast. Abends soll dann der Fernsehbeitrag vervollständigt werden. Wie viel davon wirklich später im TV zu sehen ist, können wir nicht beeinflussen. Ein Kameraschwenk über einen randvoll besetzten Saal ist für Regisseure immer reizvoll. Wenn ganz zufällig die richtigen Leute diesen Beitrag sehen, dann könnte es uns einen großen Schritt weiter bringen.

Nehmt Euch bitte heute die Zeit und seid um 19:30Uhr in Barwedel.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
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Montag, 15. Oktober 2012

Widerstand muss Spaß machen!

Der neue Eberhard der Hohnstorfer
Hallo zusammen,

gestern waren wir mit sieben Personen bei der DEMO in Hohnstorf. Wir wollten damit unsere Solidarität bekunden und unsere Dankbarkeit ausdrücken. Nicht zuletzt kann man bei solchen Gelegenheiten den eigenen Motivations-Akku wieder füllen.

Am leicht regnerischen Sonntagmorgen ging es an der Kanalbrücke Wulfstorf los. Zu Beginn wurde das neue Logo "Eberhard" offiziell vorgestellt. Da das alte Logo durch die erfolgreiche Rasthof-Verschiebung nicht mehr passte. Die Organisatoren haben an mehreren Standpunkten entlang des Elbe-Seitenkanals die örtliche Problematik den zahlreichen Teilnehmern erläutert.

Vielen Teilnehmern wurde auf den gut 5 Kilometern Fußmarsch auf einmal bewusst, welch herrliches Stück Natur sie dort vor der Haustür haben. Die Autobahn parallel zum Kanal aufzuständern oder existierende Kanalbrücken bis in den Ort hinein zu verlängern, zeigt ganz deutlich das die Autobahn-Planer anscheinend den Bezug zur Realität verloren haben.  Landwirte werden nicht nur viele Hektar Boden verlieren, sondern auch während der gesamten Bauphase mit hohen Verlusten durch fehlende Beregnung rechnen müssen. Das wird für weiteres Höfesterben in Niedersachsen sorgen und unserer Region ein weiteres Stück Unabhängigkeit nehmen.


Zum Ende der Veranstaltung hat die perfekte Organisation dafür gesorgt, das die hungrigen und durstigen Teilnehmer nicht lange auf Gegrilltes, Gebackenes und Getränke warten mussten. Selbst das Wetter hatte sich bis dahin zu einem herrlichen Herbstsonntag gewandelt. Eines haben wir da wieder gelernt: "Widerstand muss Spaß machen!" :-)

Wenn wir alle zusammen halten, dann können wir das Schlimmste verhindern. Erst wenn die Bagger anrollen um unsere Heimat zu verwüsten und jahrelangen Baustress produzieren, dann ist es zu spät.

Kommt also am Donnerstag um 19:30Uhr in den Heidekrug Barwedel. Selbst wenn der Saal nicht für Alle reichen sollte, dann ist es trotzdem sinnvoll. Nur wenn genügend Bürger in Bewegung sind, dann werden sie wahrgenommen!

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
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Quellennachweis: http://www.hohnstorf-2011.de

Samstag, 13. Oktober 2012

Pressemitteilung: Buergerinitiative wuenscht Flexibilitaet von den A 39-Planern

Auf der Vorstellung des überarbeiteten A39-Tank- und Rastanlagen-Konzepts durch die niedersächsische Straßenbaubehörde in Bad Bevensen am vergangen Freitag machte die Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" ihre Ablehnung sowohl des geplanten Mega-Rasthofs in Jembke als auch der geplanten A 39 deutlich. BI-Sprecher Günter Lamprecht bat die Planer zu prüfen, ob eine Verlegung der Rasthofs auf Gewerbegebiet an der schon existenten A 39 in Wolfsburg eventuell sogar von der Stadt Wolfsburg gewünscht wird. VW und vor allem Wolfsburg würden als überregional bekanntes Ballungszentrum sehr davon profitieren und es wäre die geringste Belastung für Mensch und Umwelt. Die Planer antworteten darauf, dass ihr Autobahn-Planungsbereich erst ab Tappenbeck in Richtung Lüneburg beginnt.

Auf die Frage von BI-Sprecherin Karin Loock ob für eine Strecke von 110 Kilometern Autobahn 900 LKW Stellplätze üblich seien, räumten die Planer ein, dass der Durchschnitt eher bei 250 Stellplätzen liegt. BI-Sprecher Norbert Schulze richtete Fragen zur Sicherheit an die Planer. Die Lage des geplanten Rasthofes befindet sich genau in einer S-Kurve, laut Richtlinien sind dafür gerade Streckenabschnitte vorgegeben. Des Weiteren sollen laut den Planer die Freiwilligen Feuerwehren den Brandschutz des Rasthofes übernehmen. Schulzes Bedenken zum Personalmangel und der fehlenden Ausstattung bei Gefahrgutunfällen blieben unbeantwortet.

Insgesamt machte das junge Planerteam einen etwas überforderten Eindruck. "Souveränität sieht anders aus. Unsere Region darf nicht zum Lehrstück für Straßenbau-Azubis werden": so BI-Sprecher Schulze. "Deswegen laden wir die Bürger am kommenden Donnerstag den 18. Oktober um 19:30Uhr in den Heidekrug Barwedel zu unserem A39-Info-Abend mit renommierten und lebenserfahrenen Referenten ein."


Pressemitteilung der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land


Freitag, 12. Oktober 2012

Bericht von der Vorstellung des Rastanlagenkonzepts 12.10.2012 in BadBevensen - Planlose Planer

Hallo zusammen,

heute haben wir uns nach Bad Bevensen zur Vorstellung des Rastanlagenkonzepts begeben. Insgesamt war das Boldecker Land dort zahlenmäßig sehr gut vertreten. Unsere Bürgermeister mit den Ratsmitgliedern bildete im Kulturhaus die größte Gruppe und sie taten ihre Meinung zu dem Umgang der Planer mit der Bevölkerung deutlich kund!

Insgesamt bestätigt uns die Veranstaltung, dass es diesen jungen Planern doch noch ziemlich an Lebenserfahrung fehlt und die gesamte Veranstaltung drohte aus dem Ruder zu laufen. Fast taten einem die "Straßenbau-Azubis" schon etwas leid. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass den Planern oft keine passenden Antworten auf die Fragen einfielen? Es machte den Eindruck als wird hier nach der Methode "Versuch und Irrtum" gehandelt. Anstatt von Anfang an die Betroffenen mit einzubeziehen, wird erst mal geplant und dann abgewartet ob jemand schreit.

Unser Vorschlag die Rastanlage auf Gewerbegebiet an der schon existenten A39 in Wolfsburg (Heinenkamp) zu verlegen, wurde mit der Begründung abgewiesen, dass der Bereich Wolfsburg nicht zur aktuellen Planung gehört. Offensichtlich fängt für die Planer die A39 erst bei Tappenbeck an!?!

Eine Rastanlage Wolfsburg klingt nicht nur vom Namen her besser, sondern hat noch viele weitere Vorteile:
  • Durch Bau auf bestehendem Gewerbegebiet gibt es den geringsten Schaden für Umwelt und Mensch.
  •  Die Rastanlage wäre deutlich kurzfristiger zu realisieren, als jetzt noch die endlosen Planungen zur A39 abzuwarten
  •  Zu VW gehören große LKW-Hersteller, dort könnte der Rastplatz der Zukunft entstehen.
  •  Park and Ride Parkplätze können Verkehrsprobleme bei Großveranstaltungen oder den Schichtverkehr eindämmen.
  •  Der Standort Heinenkamp fällt noch in den vorgeschriebenen Bereich - Abstände von Rastanlagen.
  •  Es steht in Wolfsburg eine Berufsfeuerwehr zur Verfügung, die personell und funktionell eine Rastanlage betreuen kann.
  •  Zu einen Ballungszentrum wie Wolfsburg passt eine Rastanlage einfach besser als zwischen zwei Dörfern.

Pünktlich heute um 12:00Uhr kam ein automatisches Newsletter von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit einem Bericht über die Veranstaltung (Da war sie in Wirklichkeit aber noch nicht vorbei!). Hier ist die Folie mit den genauen Lageplänen http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/71651

Gestern hat der Jembker Bürgermeister bei der Regionalkonferenz zum neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 (BVWP) beantragt, dass die Umgehungsstraße für Jembke wieder in den Plan aufgenommen werden soll. Dazu passt auch der Leserbrief von Manfred Michel VCD (Verkehrsclub Deutschland): http://vernunftbuerger.blogspot.de/2012/10/leserbrief-wer-straen-sat-wird-verkehr.html

Hier noch ein Hinweis auf eine Veranstaltung am kommenden Sonntag um 11:00Uhr bei unseren "Hohnstorfer-Mitstreitern". So eine Sonntagstour durch die - noch Autobahnfreie - Lüneburger Heide kann sehr lehrreich sein.
Treffpunkt: Kanalbrücke Wulfstorf
Themen und Ablauf: Welche Bauwerke werden in der Planung der Autobahn A39 im Raum Bienenbüttel vorgesehen? Welche Auswirkungen haben diese auf die Anwohner, die Umwelt und die Landwirtschaft? Wandern Sie mit uns von der Kanalbrücke Wulfstorf bis zur Kanalbrücke Edendorf und erfahren Sie an 7 Stationen mehr dazu. Für den Rücktransport nach Wulfstorf sowie Bratwurst, Bier, Kaffee und Kuchen sorgen wir. https://www.facebook.com/events/149687028510062/
Wenn wir weiterhin alle gemeinsam so entschlossen gegen diese unsinnigen Planungen vorgehen, dann werden wir am Ende Erfolg haben. Lasst uns am kommenden Donnerstag ab 19:30Uhr den Heidekrug in Barwedel mit unserem A39-Info-Abend rocken. Das NDR-Fernsehen hat sich gestern bei Karin Loock gemeldet und möchte darüber berichten. Dann macht Euch mal schick! :-)

Schönes Wochenende,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
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Mittwoch, 10. Oktober 2012

Leserbrief: Wer Straßen sät, wird Verkehr (und Lärm) ernten

Man kann die Bürger von Tappenbeck und Jembke schon verstehen, wenn sie hoffen, dass die A39 den Verkehr durch ihre Ortschaften reduziert. Der augenblickliche Zustand ist beklagenswert. Die Karikatur, bei der zwei Bürger an gegenüberliegenden Seiten einer überfüllten Innerortsstraße stehen und rufen: „Wie bist du auf die andere Seite gekommen?“ Herübergerufen wird: „ Na, ich bin hier geboren“, beschreibt diesen Zustand zutreffend. Erleichterung wird die A39 aber nicht bringen. Denn leider gibt es den mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesenen Satz, wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Eine Steigerung der Verkehrsinfrastruktur hat immer eine zahlenmäßig entsprechende Steigerung des Verkehrs in der Region zur Folge.  Die A39 wird den regionalen Verkehr nicht aufnehmen, weil die Autobahnzufahrten an den Rändern des Boldecker Landes liegen. Prof. Dr. Wermuth von der TU Braunschweig kommt in seiner Untersuchung „Regionales Straßenverkehrskonzept für den Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB)“ vom August 2001 zu folgendem  Ergebnis: „Die Ortsdurchfahrten Tappenbeck, Jembke und Ehra werden durch den Bau einer ortsnah geführten Umgehungsstraße besser entlastet als durch die Verlängerung der A39“. Selbst eine vorübergehende Verminderung des Verkehrs in der Anfangsphase einer neuen A39 wird die Lärmbelästigung der Anwohner nicht vermindern, weil erst eine deutliche Reduzierung des Verkehrs um 90 % eine gefühlte Erleichterung im Lärm um 50 % bringt.

Mit der Autobahntrasse und der Raststätte handelt man sich dazu neue Belastungsquellen in Form von Landschaftszerstörung, Feinstaub und Abgasen ein. Schon mit den augenblicklichen Planungsdaten überschreiten die erwarteten Lärmpegel die zulässigen Werte an einigen kritischen Stellen trotz einer 5 m hohen Lärmschutzwand auf der 6 m hohen Trasse bei Tappenbeck. Viele Anwohner werden nachts das Fenster geschlossen halten müssen, um wenigstens ein Mindestmaß an Nachtruhe zu erreichen. Epidemiologen identifizieren Lärm mit als eine Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Nur mit nachts deutlich herabgesetzen Grenzwerten für Lärm könnte  dem entgegengewirkt werden. Verschlimmert wird die Lage noch dadurch, dass für die Berechnung des Lärmpegels beim Entwurf der A39, die schon bestehenden Belastungen des übrigen Verkehrs nicht berücksichtigt werden.

Der Bau der A39 passt nicht zu den Problemen unserer Zeit, die Kimaschutz, Energieeinsparung und Minderung des Flächenverbrauchs erfordern. . Sie liefert höchstens Vorteile für Spediteure. Noch nicht einmal Arbeitsplätze schafft sie! Sie zerstört den Naherholungsraum des Bürgers. Dieser kann dann aber leichter fernere Gegenden erkunden, die die Autobahn bereits verdorben hat.


V.i.S.d.P
Manfred Michel
Verkehrsclub Deutschland (VCD) Ortsgruppe Gifhorn
Denkmalstraße 10

Dienstag, 9. Oktober 2012

Termine in dieser Woche - Dachverband Keine A39

Hallo liebe Aktive,

wir haben in der kommenden Woche ziemlich viele Termine.

Es gibt für die Region 2 Termine, bei denen es um die Neuaufstellung der Wunschliste des Landes Niedersachsen zum Bundesverkehrswegeplan ab 2015 geht.

10.10.2012 um 10.00 Uhr in Lüneburg Dienstgebäude IHK Lüneburg-Wolfsburg, Am Sande 1, großer Sitzungssaal

11.10.2012 um 10:00 Uhr in Braunschweig bis voraussichtlich 17.00 Uhr
Stadthalle Braunschweig, Leonhardplatz. Wer Interesse hat, der nehme bitte daran teil. Die Naturschutzverbände sollen ungehindert teilnehmen können.

11.10.2012 um 19:00 Uhr findet die Info-Veranstaltung der Stadt Bevensen in Gr. Hesebeck im Gasthaus Schmidt statt, zusammen mit der "Neuen" Anwältin der Stadt.  Hier bitte ich Euch um große Unterstützung aus der Region.

Ebenfalls in Bad Bevensen im Kurhaus informiert die Straßenbaubehörde am 12.10.2012 um 10:00 Uhr über das  "überarbeitete" Tank- und Rastanlagenkonzept.

Viel Erfolg wünscht
Annette Niemann

Dachverband Keine-A 39
http://www.keine-A39.de

Montag, 8. Oktober 2012

Bi Natuerlich Boldecker Land: Der Kampf gegen den Rasthof

Hallo zusammen,

am gestrigen Sonntag haben wir unsere Mitstreiter in Hohnstorf zum Informationsaustausch getroffen. Dem Besucher dieses beschaulichen Ortes nahe Bienenbüttel wird in einer beeindruckenden Art und Weise die Einstellung der Bürger zu dem vormals geplanten Rasthof deutlich gemacht. Fast in jedem Vorgarten befindet sich ein Schild mit dem einheitlichen Logo - dem durchgestrichenen Rasthof Hohnstorf.
Auch dort waren sich am Anfang nicht alle Bürger einig, doch die Konzentration auf den geplante Rasthof und dem gemeinsamen Ziel war das richtige Rezept. Vom Gemeinderat wurde aus allen Beteiligten ein "A39-Begleit-Ausschuss" gegründet, welcher als Hauptaufgabe die Information der Bürger bis heute wahrnimmt. Eine gute Anregung für unsere Gemeindevertreter, wie wir finden. Für weitere Anregungen lohnt sich ein Blick auf die Internet-Seite: http://prohohnstorf.de/

Am kommenden Freitag den 12. Oktober fahren wir nach Bad Bevensen zur offiziellen Vorstellung des Rastanlagen-Konzeptes durch die Straßenplaner. Wir hoffen, dass unsere Lokalpolitiker diesen Termin ebenfalls wahrnehmen und somit direkt auf die Planungen Einfluss nehmen.

Der A39-Info-Abend am 18. Oktober wird die nächste große Veranstaltung unserer Bürgerinitiative. Die Räumlichkeiten im Heidekrug Barwedel sind reserviert, Beschallungsanlage bestellt, Referenten gebucht. Jetzt müssen wir noch die 800 Flugblätter verteilen und Plakate aufhängen. Wer etwas mithelfen möchte, bitte das folgende Plakat ausdrucken und an den bekannten Stellen (Bushaltestellen, Geschäften, etc.) aushängen. http://www.vernunftbuerger.de/dokumente/Plakat_A39-Info-Abend.pdf

Bitte macht ordentlich Werbung für den A39-Info-Abend, damit wir am übernächsten Donnerstagabend um 19:30Uhr einen vollen Saal bekommen.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Studie belegt: Ortsumgehung deutlich effektiver als A39!

Hallo zusammen,

es gibt eine Studie vom Zweckverband Braunschweig in welcher folgendes festgestellt wird. Zitat: "Insgesamt wird deutlich, dass die Ortsdurchfahrten im Zuge der B248 durch die ortsnahe Führung der Umgehungsstraße - wie im Projekt P26 unterstellt - eine größere Entlastung erfahren als mit dem im Planfall P2 unterstellten Weiterbau der A39."

Gegenüberstellung der Verlagerungseffekte in Kfz/Tag
Tappenbeck:
Autobahn A39 = Minus 4.400 Kfz/Tag
Ortsumgehung = Minus 9.100 Kfz/Tag
Jembke:
Autobahn A39 = Minus 4.100 bis 4.400 Kfz/Tag
Ortsumgehung = Minus 5.600 bis 7.300 Kfz/Tag

Beide Ortsumgehungen stehen immer noch im Bundesverkehrswegeplan, welcher 2015 neu erstellt werden soll!

Eine Verkehrszählung auf der B248 im Sommer 2012 in Höhe der Tierklinik Jembke hat 11.500 Kfz/Tag ergeben. Die oben genannte Studie ist von 2001, somit liegen die Zahlen Kfz/Tag heute höher.

Fazit: Ortsumgehungen bringen echte dauerhafte Entlastung und sind allein schon durch deutlich geringeren Kosten realistischer als weiter auf eine A39 zu hoffen.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
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