Freitag, 29. Juni 2012

Beruhigungstablette A39 - Risiken und Nebenwirkungen?

Hallo zusammen,

am 28.06.2012 waren wir bei der öffentlichen Ratssitzung der Samtgemeinde Boldecker Land. Das Tempo der Sitzung war beeindruckend; offensichtlich wollte man rechtzeitig zum Europameisterschafts-Halbfinale daheim sein.

Die Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land nutzte die anberaumte Bürgerfragestunde und stellte wichtige Fragen zur geplanten Autobahn A39.

Entweder die Fragen kamen vollkommen unvorbereitet, man fühlte sich unter Zeitdruck oder die Samtgemeinde hat bereits resigniert? Jedenfalls wurde die gesamte Verantwortung für die A 39 an die Bundesregierung bzw. die Straßenbaubehörde abgewiesen. Die Ratsherren konnten keine Auskunft über den Planungsstand des uns betreffenden Abschnitt 7 geben und verwiesen auf die öffentlichen Bekanntmachungen.

Einigkeit herrschte bei dem Thema LKW-Rastplatz zwischen Tappenbeck und Jembke. Hier wurde sich gemeinschaftlich gegen eine bewirtschaftete Rastanlage ausgesprochen. Das soll allerdings erst als Einwendung zum Planfeststellungsverfahren erfolgen.

Der Rat ist zwar für den Ausbau der Autobahn, hätte sich allerdings gerne eine andere Streckenführung gewünscht. In wie weit sich der Rat dafür engagiert hat, wurde nicht ersichtlich. Im Allgemeinen scheint man dort den Ernst der Lage bewusst herunter zu spielen. Die A 39 ist das größte Bauprojekt der Region seit vielen Jahren und es wird viele Mitbürger unmittelbar betreffen. Gelassenheit auszustrahlen und hinterher wie jetzt mit dem Tappenbecker Sportplatz in Aktionismus zu verfallen, kann nicht der richtige Weg sein.

Wir fordern unsere kommunale Bürgervertretung auf, sich heute schon intensiv mit dem Projekt zu befassen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Der Ernstfall kann auch bedeuten, dass die Heideautobahn wegen dem schlechtem  Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht gebaut wird. Existiert überhaupt ein Plan B für Umgehungsstraßen? Jahrelang hat man die A39 als Beruhigungstablette für die Bürger verwendet, aber nie auf die Risiken und Nebenwirkungen hingewiesen.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Freitag, 22. Juni 2012

Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren Abschnitt 1 der A 39 schreiben


Hallo zusammen,

die Deutsche Fußball Nationalmannschaft ist nun im Halbfinale, welches am 27. Juni beginnt. Dieses Datum ist gleichzeitig die Frist, an der die Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren am ersten Abschnitt bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lüneburg vorliegen müssen.

Unter folgendem Link findet Ihr eine Anleitung, um eine qualifizierte Einwendung zu schreiben. Jeder Steuerzahler ist quasi dazu aufgefordert, Einwende gegen diesen Unsinn zu abzusenden: http://www.keine-a39.com/index.php?cont=23_3

Unser gestriges BI-Treffen war gut besucht und es wurden konstruktiv Ideen für die nächsten Aktionen ausgearbeitet. Wir werden demnächst einen zweiten Wagen organisieren und effektvoll aufbereiten. Nebenbei laufen die Vorbereitung für eine große Info-Veranstaltung mit namhaften Sprechern im Herbst.

Wie gnadenlos der Bund gegen uns Bürger beim Bau der A 39 vorgeht, zeigen dieser Tage die Meldungen aus Tappenbeck. Da wird den Bürgern die komplette Sportanlage genommen ohne Aussicht auf eine Einsicht der Bundesregierung. Man mag sich gar nicht ausmalen, welche "Hindernisse" ebenso aus dem Weg geräumt werden...?

Nehmt Euch bitte eine Stunde Zeit an diesem Wochenende, stellt eine eigene Einwendung zusammen und dann am Montag ab zur Post.

Ein schönes Wochenende
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.



Montag, 18. Juni 2012

Naturschützer weisen bedrohten Wachtelkönig an A-39-Trasse nach

Außer durch "massive Planungs- und Verkehrsprognose-Fehler und die quasi aussichtslose Finanzierung" sieht der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) die geplante Autobahn A 39 (Lüneburg - Wolfsburg) und auch die Querspange B190n (Bodenteich - Salzwedel) durch neue Naturschutz-Tatsachen entlang der A-39-Trasse vor dem Aus. Nachdem Naturschutz-Experten bereits darauf hingewiesen hatten, dass das Abschneiden von 150 Brutpaaren der europaweit bedrohten Gartenammer (Ortolan) von deren Restvorkommen im Ostkreis Uelzen nicht durch Kompensationsmaßnahmen ausgleichbar sei, bekräftige nun auch das Vorkommen des Wachtelkönigs das Ende der A39.

LBU-Regionalsprecher Günter Schäfers wies darauf hin, dass die unter allerhöchstem EU-Schutz stehende Vogelart Wachtelkönig (Wiesenralle) nunmehr eindeutig an den Bodenteicher Seewiesen nachgewiesen wurde. Naturschutz-Experten des NABU hätten dort in der Nähe der A-39-Trasse drei Exemplare nachgewiesen und hierüber bereits die Straßenbau- und Naturschutzbehörden informiert. Der Wachtelkönig, der bereits andere Verkehrsprojekte in Bedrängnis brachte, steht "als stark gefährdete Art" in der EU-Vogelschutz-Richtlinie in der höchsten Schutzstufe "SPEC 1".

Im Verlauf der bisherigen A-39-Planung hätten viele namhafte Naturschutz-Vertreter bereits kontinuierlich gegen die zusätzliche Barriere-Wirkung der A 39 auf Wildwechsel, gegen die Schädigung höchst sensibler Lebensräume bspw. entlang des FFH-Gebiets Ilmenau und gegen die Durchschneidung des Grünen Bandes entlang der früheren Grenze argumentiert. Sie könnten sich dabei auf ähnliche Bedenken und Stellungnahmen des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Bundesumweltministeriums berufen, die sich für die ernsthafte Prüfung des alternativen Ausbaus vorhandener Bundesstraßen ausgesprochen hätten.

Diese Bedenken würden nun auch noch durch weitere BUND-Nachweise seltener Libellenarten (Zierliche Moosjungfer, Große Moosjungfer) und der seltensten heimischen Orchideenart (Kleines Knabenkraut) im Grünen Band weiter bekräftigt. In diesen Zusammenhang gehöre auch der Nachweis zumindest eines Seeadler-Brutpaares auf der geplanten Autobahntrasse. LBU-Vertreter Schäfers zeigte sich überzeugt, dass auch all diese Naturschutz-Fakten die demnächst anstehenden Klagen gegen die A 39 zum Erfolg führen würden.

Quelle: Pressemitteilung vom Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24,  29553 Bienenbüttel

Samstag, 16. Juni 2012

Treffen am Donnerstag den 21. Juni 20Uhr in der Brotje-Klause Jembke

Hallo zusammen,

am kommenden Donnerstag den 21. Juni trifft sich die BI Natürlich Boldecker Land wieder um 20Uhr in der Jembker Brotje-Klause. Diesmal soll es keine allgemeine Infoveranstaltung werden. Wir möchten als BI Ideen sammeln und gemeinsame Aktionen planen. Natürlich gibt es auch Berichte vom Dachverbandstreffen und der dort initiierten Aktionen: Das Einwendungs-Office!
Das Erstellen von Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren, die formell und inhaltlich korrekt sind, ist nicht einfach. Die Bürgerinitiative Hohnstorf bietet dazu Unterstützung an. Auch Einwendungen, die andere Abschnitte betreffen, aber Auswirkungen auf den Abschnitt 1 haben könnten, sind wichtig.
Termine: Dorfgemeinschaftshaus Hohnstorf, Sonntag, 10. Juni von 14 bis 18 Uhr und Dienstag, 12. Juni, von 19 bis 21 Uhr

Also entweder selber hinfahren oder Verwandte und Bekannte in der Nähe dort motivieren. Es ist wichtig und wir können den Spuk schon ziemlich bald ein Ende bereiten. Auf http://www.keine-a39.com/ gibt es Muster-Schreiben, welche man als Vorlage für eigene Einwendungen verwenden kann. Diese müssen am besten per Einschreiben mit Rückschein bis zum 27.06.2012 in der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Dezernat 33, Planfeststellungsbehörde, Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg eingegangen sein. Beim Treffen am Donnerstag können wir sicher noch ausführlicher darauf eingehen.

Unsere Facebook-Seite hat nun 21 "Gefällt mir" erhalten. Für eine private Seite mit so einem speziellen Thema, ist das schon ein ordentlicher Wert. Für die Nummer 33, 44 und 55 werden wir uns kleine Überraschungs-Geschenke einfallen lassen. Ganz neu ist unser Kanal auf der Video-Plattform Youtube:
http://www.youtube.com/user/vernunftbuerger

Wir bitten alle BI-Mitglieder darum an den öffentlichen Sitzungen ihrer jeweiligen Gemeinderäte teilzunehmen. Die A 39 wird mit Sicherheit auch ohne offiziellen Tagesordnungspunkt ein Thema sein. Bitte sammelt bis Donnerstag noch Unterschriften und weitere Ideen für die kommenden Wochen.


Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land http://www.VernunftBuerger.de
Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Freitag, 8. Juni 2012

Heideweg statt Heideautobahn


Dieses Video entstand heute Morgen gegen 9Uhr im Waldgebiet zwischen Barwedel und Grußendorf. In der Nähe befindet sich das ehemalige Hotel Bad Birkenhof. In dem dazugehörigen Schwimmbad haben in den 70er Jahren viele Bürger der Umliegenden Gemeinden Boldecker Land und Sassenburg schwimmen gelernt.

Abschnitt 7: von Ehra (L 289) bis Wolfsburg (B 188)

Auf folgender Karte kann man den genauen Verlauf der A 39 in diesem Bereich erkennen: http://www.strassenbau.niedersachsen.de/download/64023/Uebersichtskarte_Abschnitt_7.pdf

Quelle: http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=21203&article_id=78615&_psmand=135


Bis dann,
Norbert Schulze
 
Dies ist ein privater Beitrag von Norbert Schulze als Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Er gibt nicht unbedingt die Meinung der gesamten Bürgerinitiative wieder. Wer sachliche Fehler findet, darf sie hier gerne kommentieren oder mich persönlich kontaktieren. Kontaktdaten sind im Impressum zu finden.

Mittwoch, 6. Juni 2012

LBU regt für Uelzener Lokalpolitiker verkehrspolitische Nachhilfe an

Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) hat vor dem Hintergrund der Kostenexplosion bei der geplanten A 39 und ihres weiter rasant sinkenden Nutzen-Kosten-Verhältnisses die „unqualifizierten und unhaltbaren Aussagen der Uelzener Lokalpolitiker Otte, Delekat und Reese“ kritisiert. Wenn diese von angeblichen Segnungen einer A 39 für die Region schwadronierten bzw. falsche schlimme Szenarien ohne die A 39 an die Wand malten, dann hätten beide bislang offensichtlich nicht verstanden, dass ein schlechtes Nutzen-Kosten-Verhältnis ja gerade diese ihre Behauptungen klar und eindeutig widerlege. Hier sei offensichtlich verkehrspolitische Nachhilfe anzuraten.

Auch Reeses Hinweis auf eine Autobahn-Studie des Dresdner Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung unterschlage deren wesentliche Aussage, dass es in Westdeutschland keine bzw. kaum positive Effekte durch Autobahnbau gebe, dass dieser stattdessen aber massive negative Umweltwirkungen mit sich bringe. Diese Aussage decke sich im übrigen mit den Ergebnissen aller Studien über fehlende positive Effekte von Autobahnbauten der letzten Jahrzehnte.

Laut LBU-Vertreter Eckehard Niemann wird auch die Behauptung, durch die A 39 würden die Orte wesentlich vom Durchgangsverkehr entlastet, durch die Zahlen der Autobahnplaner selbst widerlegt. Auch ein Gutachten der Gemeinde Bad Bodenteich, das bisher gegenüber der Öffentlichkeit unter Verschluss gehalten wurde, spreche gegen diese alte Behauptung Reeses – weshalb Bodenteich ja jetzt auch eine Umgehungsstraße fordere.

„Die sträfliche Autobahn-Ideologie von Otte, Reese & Co.“, so Niemann, „hat unsere Region viel Zeit beim realistischen Ausbau vorhandener Verkehrswege gekostet“ – angesichts der Perspektivlosigkeit einer A-39-Finanzierung fehle nun der längst erforderliche verkehrspolitische „Plan B“ für den Kreis.  Hier liege das Aufgabenfeld und nicht im Nachweinen um eine unrealistische und schädliche „Lokalpolit-Autobahn“ A 39.


Quelle: Pressemitteilung vom Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V.   
Regionalgruppe Ostheide, Varendorfer Str. 24, 29553 Bienenbüttel

Freitag, 1. Juni 2012

Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!

„Opa, warum hast du damals nichts gegen die Autobahn unternommen?“ fragt der Enkelsohn mit erwartungsvollem Blick. „Weißt du Junge, uns wurde damals immer wieder gesagt, dass die Autobahn Ruhe in den Ort bringt und das Volkswagen die A39 unbedingt haben will. Nun haben wir Fernverkehr ins Land geholt und VW hat diese Straße nie wirklich gebraucht.“ Darauf erwidert der Enkel energisch:„Aber Opa, das weiß doch jedes Kind, wer Straßen sät, wird Verkehr ernten!“.

„Ach, Junge, ich würde die Zeit gerne wieder zurückdrehen. Vor allem weil wir euch nun auf diesen riesigen Schuldenberg sitzen lassen müssen.“ räuspert sich Großvater. „Damals gab es schon viele Länder in Europa, die ähnlich verschwenderisch mit dem Staatshaushalt umgegangen sind. Am Stammtisch haben wir über die Staaten gelästert, aber gleichzeitig nicht gemerkt, wie schnell es uns selbst erwischen könnte.“
Wacht auf und lasst uns diesen Alptraum nicht zur Realität werden. Noch haben wir alles in der Hand um vernünftige Lösungen für unsere Heimat zu finden.

Bürgerinitiative
Natürlich Boldecker Land