Dienstag, 2. Januar 2018

15 Jahre organisierter Widerstand gegen Nonsens-Autobahn A 39

Der A-39-Widerstand im Jahre 2018:

seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich und bundesweit vorbildlich

2018 wird das vorerst fünfzehnte Jahr des erfolgreichen Widerstands gegen die geplante A39 zwischen Lüneburg und dem Südkreis Gifhorn werden. Laut Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen ist dies bundesweit die am längsten andauernde Verhinderung eines unsinnigen und zerstörerischen Autobahn-Projekts: Die A-39-Lobby habe auch nach 15 Jahren noch keinen Planfeststellungsbeschluss für auch nur einen der sieben Abschnitte zustande gebracht.

Die A-39-Lobby, so der LBU, sei wegen der fehlenden Notwendigkeit einer A39 auf der entscheidenden Bundesebene relativ schwach: Sie werde wesentlich aufrechterhalten durch die Spitze der IHK Lüneburg, die angesichts massiver Mitgliederkritik an Kammer- und Beitragszwang ihre Daseinsberechtigung mit hohlen Autobahn-Werbe-Kampagnen zu begründen suche.   

Den Erfolg der vielen Bürgerinitiativen und Verbände führt LBU-Vertreter Eckehard Niemann u. a. auf die „unsägliche Nonsens-Geschichte dieser A39“ zurück:

Von Anfang an habe die A39 ein miserables Nutzen-Kosten-Verhältnis gehabt. Die staatliche Verkehrsuntersuchung Nordost (VUNO) habe nämlich nach der deutschen Einheit statt einer weiteren Nord-Süd-Autobahn einen Ausbau der Ost-West-Verbindungen gefordert. Die SPD in Niedersachsen und Brandenburg habe dies aber aus vordergründigen Wahlkampf-Gründen missachtet und zunächst kompromissweise eine X-Variante zweier sich kreuzender Autobahnen  (zwischen Lüneburg und Magdeburg einerseits und zwischen Schwerin und Wolfsburg andererseits) forciert.

Auf Druck von Ex-Kanzler Schröder habe Niedersachsens Ex-Ministerpräsident Sigmar Gabriel dann – ebenfalls aus Wahlkampfgründen – auch noch die Umwandlung dieser X-Variante in eine sogenannte „Hosenträger-Variante“  beschlossen: unsinnigerweise nun mit zwei parallelen Nord-Süd-Autobahnen A14 (Schwerin-Magdeburg) und A39 (Lüneburg-Wolfsburg) und mit einer bloßen Alibi- Ost-West-Verbindung („Querspange“ B 190n von Salzwedel nach Bodenteich). Eine solche „Hosenträger“-Lösung  hatte das VUNO-Gutachten zuvor bereits als „offensichtlich unsinnig“ verworfen.

Bezeichnenderweise, so der LBU, habe man dann im Bundesverkehrswegeplan auch noch diese  Ost-West-Rest-Querspange in den „Weiteren Bedarf“  herabgestuft, so dass nunmehr - statt der ursprünglich angedachten Ost-West-Verbindung – unsinnigerweise zwei nah-parallele Nord-Süd-Autobahnen A14 und A39 geplant würden. Und dies weiterhin mit einem schlechten Nutzen-Kosten-Verhältnis, das - bei objektiver Neuberechnung der weiter reduzierten Nutzen-Faktoren und der bisher nicht berücksichtigten Baukostensteigerungen - unterhalb der Rentabilitäts- und Realisierungsschwelle liegen dürfte.

Angesichts des bereits laufenden Baus der A14 und des Ausbaus der B4 wird laut LBU eine parallele A39 noch unsinniger. Diese Nonsens-Planung einer A39 habe bisher bereits weit mehr als 100 Millionen Euro verschlungen, obwohl deren Realisierungs-Aussichten angesichts bundesweit konkurrierender Autobahn-Projekte und des Prinzips „Reparatur und Ausbau vor Neubau“ immer geringer würden. Es sei bezeichnend, dass z.B. Hamburg bei seinen Verkehrs-Prioritäten die A39 nicht aufführe. Auch VW Wolfsburg sei erst relativ spät dem A-39-Drängen der IHK nachgefolgt.   

Viele Studien und auch die Aufschlüsselung der angeblichen Nutzen-Faktoren bewiesen zudem, dass der Neubau von Autobahnen heutzutage keinerlei wirtschaftlichen Nutzen mehr für die durchschnittenen Regionen bringen könne.  Deshalb beeinträchtige das trügerische A-39-Gerede vieler Politiker eine Konzentration auf wirklich zukunftsträchtige Standortfaktoren, während die Nachteile für Gesundheits- und Kurort-Branchen, für Landwirtschaft und für Natur und Umwelt immer deutlicher würden.       

LBU-Vertreter Niemann zeigte sich überzeugt, dass der anhaltende und starke Widerstand gegen eine A39 auch weiterhin erfolgreich bleiben werde - nötigenfalls auch mit aussichtsreichen und auch naturschutzrechtlich gut begründeten Klagen, die aus dem seinerzeit rechtzeitig gegründeten Schutz- und Klagefond finanziert würden: „Die A39 wird das erste Autobahn-Großprojekt sein, das erfolgreich von Bürgerinnen und Bürgern verhindert wurde!“

Der LBU forderte die Politiker auf Bundes-, Landes- und Regionalebene auf, die unsinnigen, aussichtslosen und teuren A-39-Planungen nunmehr rasch zu beenden und stattdessen wirklich regionaldienliche Projekte wie Verkehrsvermeidung, den bedarfsgerechten Ausbau von  Bundes- und Landes-Straßen und  Schienenverbindungen, von öffentlichem Nahverkehr, Breitbandnetz, Lebensqualität, Bildungseinrichtungen oder Unternehmens-Startups zügig umzusetzen.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz. Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

Donnerstag, 16. November 2017

Landkreis Uelzen soll Planungen offenlegen

Plant der Landkreis Uelzen eine „Naturschutz“-Stiftung als juristisches Feigenblatt für A-39-Naturzerstörungen?

Umweltverband LBU fordert Offenlegung der Planungen


Eine rasche Information der Öffentlichkeit und Transparenz bei der geplanten Gründung einer neuen Stiftung fordert der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen (LBU) von den Verantwortlichen des Landkreises Uelzen. Der plane offenbar eine Stiftung, die vermutlich „Naturschutz“ im Namen tragen solle, die aber offensichtlich als Instrument dienen solle, die Natur- und Umwelt-Zerstörung durch die A 39 und deren naturschutzrechtliche „Ausgleichsversuche“ rechtlich abzusichern.

Laut LBU-Vertreter Eckehard Niemann habe man am Rande einer heutigen Veranstaltung der A-39-Planer in Bad Bevensen erfahren müssen, dass die bereits laufenden, nichtöffentlichen Planungen des Landkreises auch dazu dienen sollen, die Durchschneidung der sehr seltenen und streng geschützten Ortolan-Vorkommen im Südkreis möglich zu machen. Für den Schutz dieser stark gefährdeten Vogelart (Gartenammer) habe das Land Niedersachsen auch europaweit eine besondere Verantwortung, weil im östlichen Landkreis Uelzen und im Wendland die letzten wesentlichen Standorte vorgefunden würden, die durch den vordringenden Maisanbau und den Rückgang von Hackfrüchten zusätzlich bedroht seien.

Was das Bundesumweltministerium in seiner Stellungnahme zur Linienbestimmung der geplanten A 39 hinsichtlich der Durchschneidung des Vogelschutzgebiets Ostheide schon angemahnt habe, das bewahrheitet sich laut LBU nun: Die A 39 zerstöre mit ihrer Trasse nicht nur zahlreiche Ortolan-Brutstätten, sondern trenne etwa 70 Brutpaare von den anderen Populationen ab, wobei diese „Verinselung“ auch durch naturschutzrechtliche Kompensations-Maßnahmen nicht ausgleichbar sei. Dass in diesem Falle die A 39 nicht gebaut werden dürfe, sei den A-39-Planern bewusst und erkläre deren immer umfangreichere Aktivitäten, doch noch irgendeine Möglichkeit zum „Ausgleich“ zu finden.

Ortolan (Emberiza hortulana)
Ortolan (Emberiza hortulana)
Laut LBU haben mehrere Ortolan-Experten darauf hingewiesen, dass eine von anderen Populationen abgeschnittene und verinselte Ortolan-Population von 70 Brutpaaren auf Dauer in ihrer Existenz bedroht sei. Dies liege an einer Besonderheit dieser Vogelart, bei der die verinselten standorttreuen Männchen westlich der A 39 auf den jährlichen Zuflug junger Weibchen aus dem Bereich östlich der Autobahn angewiesen seien. Da die Singgemeinschaften und Kontaktmöglichkeiten der Ortolane aber durch die A 39 abgeschnitten würden, käme es zu einem Aussterben der westlichen Populationen.

Da dies von der EU nicht hingenommen würde, müssen die Planer laut LBU noch vor der Planfeststellung dezidiert nachweisen, dass der Erhalt auch dieser verinselten Populationen durch Naturschutzmaßnahmen gesichert werden könne. Da der Ortolan auf sandige, trockene Standorte auf extensiv mit Sommergetreide bewirtschafteten Kleinflächen entlang von Baum- und Heckenstrukturen angewiesen sei, suchten sie Planer deshalb seit Jahren weitgehend vergeblich nach Landwirten, die im Vertragsnaturschutz solche Bewirtschaftungsmethoden und die Schaffung von Saumstrukturen auf mindestens 200 Hektar Acker durchführten oder gar mit Schlagverkleinerungen einverstanden seien.

Dass bisher kaum ein Landwirt einen solchen Vertrag – trotz massiver Anwerbeveranstaltungen - abgeschlossen hat, führt Eckehard Niemann auf folgende Umstände zurück: Eine solche Bewirtschaftung mit extensivem Sommergetreide, weitem Saatreihen-Abstand und Einschränkungen der Beregnung sei unrentabel und nur gegen Prämien im Vertragsnaturschutz möglich. Die vom A-39-verantwortlichen Bundesverkehrsministerium zusätzlich angebotenen Ortolan-Schutz-Programme mit ihren zusätzlichen Bewirtschaftungs-Auflagen würden jedoch nicht besser entgolten als ähnliche Programme des Landes Niedersachsen ohne diese Zusatzauflagen. Außerdem seien viele Landwirte abgeschreckt durch die zu erwartenden häufigen Kontrollbesuche von Naturschutz-Beauftragten auf ihren Äckern, durch die Sorge vor möglichen Durchteilungen von großen Feldern und eventueller ordnungsrechtlicher Festschreibung dieses Status.

Vor allem aber, so der LBU, müsse das Weiterbestehen solcher „produktions-integrierter Kompensationsmaßnahmen (PIK) für die gesamte Zeit abgesichert werden, solange auch die A 39 existiere. Kaum ein Landwirt werde aber einem entsprechenden Dauer-Eintrag in sein Grundbuch mit der Pflicht einer solchen Flächenbewirtschaftung zustimmen. Genau diese Lücke wolle der Landkreis nun offenbar mit seinem geplanten Stiftungsvermögen schließen, aus dessen Zinsen angeblich dauerhaft Beträge an wechselnde Landwirte gezahlt werden sollten, die sich für einen gewissen Zeitraum zu solche Ortolanschutz-Flächenbewirtschaftungen an wechselnden Orten verpflichteten.

LBU-Vertreter Niemann wies darauf hin, dass auch diese Stiftung keineswegs eine dauerhafte Absicherung von Ortolanschutz-Programmen darstelle, zumal selbst der Erfolg solcher Maßnahmen bisher nicht nachweisbar sei. Die Verinselung einer relevanten Ortolan-Population durch die Durchschneidung und Verlärmung der Gesamtpopulation sei deshalb aller Voraussicht nach unlösbar. Insofern dürfe der Landkreis Uelzen mit einer „Naturschutz“-Stiftung auch kein juristisches Feigenblatt für eine solche Naturzerstörung bereitstellen. „Das beste Förderungsprogramm für den bedrohten Ortolan“, so Niemann, „ist die Beendigung der ohnehin unsinnigen und regionsschädlichen Planung einer zerstörerischen A 39“.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz. Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

Mittwoch, 8. November 2017

Weitere gescheiterte A39-Planfeststellung im Bereich Lüneburg?

Bürgerinitiativen-Verband LBU erwartet erneutes Scheitern der A- 39-Planfeststellungs-Versuche im Bereich Lüneburg

Mit einer abermals hohen Zahl von Einwendungen gegen den Bau der geplanten A 39 rechnet der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) Niedersachsen auch bei der zweiten Neuauflage des Planfeststellungsverfahrens für den A-39-Abschnitt Lüneburg. Die Einwendungsfrist für Bürgerinnen und Bürger, der 8.11., gelte zudem nicht für öffentliche Körperschaften wie die Stadt Lüneburg, von der ebenfalls gravierende Einwendungen hinsichtlich des Lärm- und Immissionsschutzes an der Ost-Umgehung zu erwarten seien. Es sei, so LBU-Vertreter Eckehard Niemann, auch bei diesem neuerlichen Planfeststellungs-Versuch mit einem Scheitern der Planer zu rechnen, und danach letztendlich - nach vermutlich weiteren Planfeststellungs-Anläufen - auch mit aussichtsreichen Klagen der A-39-Gegner und evt. auch der Stadt Lüneburg.
Der LBU weist auf folgende gravierende Schwachpunkte der erneut versuchten Planfeststellung hin:
  • Das ursprünglich zur Nord-Süd- und zugleich Ost-West-Erschließung des norddeutschen Raums geplante Konzept von zwei parallelen Autobahnen A 14 (Schwerin-Magdeburg) und A 39 (Lüneburg-Wolfsburg) mit einer Querspange B190n (über Salzwedel) sei bereits vor dem Raumordnungsverfahren auch von offiziellen Gutachtern als unsinnig eingeschätzt worden.
  • Dieses ohnehin schon fragwürdige Konzept sei nach der aktuellen Herabstufung der Querspange im Bundesverkehrsplan nun endgültig ad absurdum geführt. Dies und der voranschreitende Bau der parallelen A 14 mache die A 39 noch unsinniger; ebenso der Ausbau von A 7, A 2 und B 4.
  • Das alte schlechte Nutzen-Kosten-Verhältnis sei deshalb vermutlich längst unter den Schwellenwert von 1,0 gesunken: auch wegen falscher Annahmen über die Hamburger Hafen-Umschläge, wegen der neu zu bewertenden Effekte der Alpha-Schienen-Variante und ebenso wegen längst veralteter Zahlen zu Baukosten, PKW- und LKW- Immissionen.
  • Die A 39 seit mitnichten ein Lückenschluss, sondern ein Neubau, weil die in A 39 umbenannte A 250 (Maschen-Lüneburg) dem Anschluss Lüneburgs an Hamburg gedient habe und nicht den für die A 39 propagierten Zwecken.
  • Der Planungsauftrag für die A 39 werde nicht eingehalten, weil im Bereich der Umgehung Lüneburg von den überregionalen Zwecken der A 39 eklatant abgewichen und lediglich eine Stadtautobahn geplant werde, die zudem auch die Ziele einer Stadtautobahn nicht erfüllen und zu Staus und Unfällen führen werde - die Kurvenradien seien zu eng, es gebe keinen Regelquerschnitt und kein wirklich tragfähiges Umleitungs- und Unfallkonzept.
  • Dies alles sei die Folge davon, dass beim Raumordnungsverfahren und der Linienbestimmung diese Faktoren nicht berücksichtigt und eine Null-Variante bzw. der Ausbau der B 4 als Alternative nie ernsthaft untersucht worden seien.
  • Die naturschutzfachlichen Gutachten und Kartierungen seien zudem veraltet, die Annahmen und geplanten Regelungen zu Lärm- und Immissionsschutz der Anwohner nicht zutreffend.
  • Angesichts zahlreicher ungelöster bzw. unlösbarer Naturschutz-Konflikte im gesamten vorgesehenen Verlauf der A 39 (in den weiteren Abschnitten, z.B. FFH-Gebiets-Durchschneidungen, Verinselung von Ortolan-Vorkommen etc.) könne mitnichten davon ausgegangen werden, dass für alle Abschnitte eine Planfeststellung oder ein Bau realisierbar wären. Deshalb könne kein einzelner Abschnitt planfestgestellt und gebaut werden, solange nicht alle Abschnitte insgesamt planfestgestellt und rechtlich baureif seien; die einzelnen Abschnitte hätten keine eigene verkehrliche Bedeutung - auch nicht der Abschnitt 1 (Lüneburg).
  • Die A 39 habe auch nach offiziellen Unterlagen keinen regionalen Nutzen – sie schade der Region, ihrer Landwirtschaft, ihrer Wirtschaft und ihrem Gesundheits- und Tourismus-Sektor.
  • Man sei zwar über eine A 39 eventuell 15 Minuten früher in Maschen, von wo aus aber die Staus – wegen der zusätzlichen Verkehre und einem fehlenden Ausbau der Straßen und Parkplätze in und um Hamburg – die Ankunft in Hamburg voraussichtlich um mindestens 45 Minuten zusätzlich verzögern würden.

Der LBU rief SPD und CDU erneut dazu auf, die perspektivlosen und millionenteuren A-39-Planungen zu beenden und stattdessen den bereits begonnenen Ausbau der B 4 und den Ausbau des ÖPNV und des Schienenausbaus rasch weiter voranzubringen.

Quelle: Pressemitteilung des Landesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz. Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. Regionalgruppe Ostheide - Eckehard Niemann, Varendorfer Str. 24 29553 Bienenbüttel

Mittwoch, 1. November 2017

Bald große A39-Koalition in Niedersachsen?

Hallo zusammen,

bei der Aussicht auf eine große Autobahnkoalition mit SPD und CDU in Niedersachsen, könnte man leicht in Herbstdepressionen verfallen. Dennoch sollten wir optimistisch bleiben und uns an die Fakten halten! Die A39 ist keine Lösung für mehr Mobilität und Wirtschaftswachstum in unserer Region. Es braucht lediglich noch Zeit, bis diese Erkenntnis in den Köpfen aller Verantwortlichen angekommen ist. Bis dahin müssen wir tatkräftig bei den Planungen am Ball bleiben und somit den Herren und Damen die notwendige Zeit zum nachdenken verschaffen.

Am kommenden Sonntag 5.11. findet in Hohnstorf (29553 Bienenbüttel) von 11-16Uhr ein Einwendungsoffice für das Planänderungsverfahren im Abschnitt 1 statt.

Ich kann nur jedem empfehlen einen kleiner Familienausflug zu unseren tatkräftigen Unterstützern in Norden zu machen. Wer einmal den Zusammenhalt in diesem kleinen beschaulichen Ortsteil von Bienenbüttel erlebt hat, der weiß wieso sie es geschafft haben die dort geplante Tank- und Rastanlage von den Plänen zu bekommen. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee, Kuchen Bratwurst und Kaltgetränken gesorgt.

Wie Eingangs erwähnt, wird eine große Autobahnkoalition in den kommenden Jahren auch Erfolge feiern müssen. Damit es nur bei Spatenstichfotos für die nächsten Wahlkämpfe bleibt, brauchen wir, beziehungsweise unser Dachverband, einen starken Rechtsbeistand. Deswegen hier ein Spendenaufruf für den Verein Zukunftswege.



Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Freitag, 29. September 2017

Mischt sich Straßenbaubehörde aktiv in die A39-Autobahnpolitik ein?

Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr soll Straßenmeisterei beauftragt haben, die A39-Protestschilder zu demontieren?

Hallo zusammen,


heute morgen stellte ich fest, dass an unserem kleinen Protestwagen sämtliche Schilder demontiert waren. Daraufhin sprach ich einen Mitarbeiter der Straßenmeisterei Vorsfelde an, welcher in seinem Einsatzfahrzeug in der Nähe stand. Dieser sagte mir, dass es höchste Zeit sei, die Schilder abzunehmen. Das wäre unerlaubte Werbung!?

Von Straßenmeisterei Vorsfelde demontierte A39-Protestschilder
Zerstörte A39-Schilder

Ich schaute mir darauf den Anhänger an und konnte dort zerstückelten Einzelteile unserer Schilder erkennen. Im Vorbeigehen sagte er mir noch, dass der Wagen ja schließlich auf dem Grundstück der Straßenbauhörde stehen soll?!

Nach unseren Recherchen soll der Auftrag an die Straßenmeisterei Vorsfelde, scheinbar von Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, direkt vom stellvertretenden Leiter Michael Peuke, kommen!?

A39 Protestwagen - Strassenmeisterei hängt Schilder wieder auf
Wiederherstellungsversuch
 Nachdem Karin Loock die Polizei informiert hatte, wurde von der Straßenmeisterei versucht, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Der kleine Protestwagen blieb so wie auf dem Video zu sehen. Am großen Wagen wurden die teils beschädigten Schilder mit Schrauben notdürftig befestigt. Beim nächsten Sturm werden sie vermutlich je nach Windrichtung entweder auf dem Acker oder auf der B248 fliegen.
A39 Protestwagen - Strassenmeisterei hängt Schilder wieder auf
Wiederherstellungsversuch
Die Protestwagen sind unser Eigentum, sollte tatsächlich die Standfläche mittlerweile der Behörde gehören, so hätte man uns sicher informieren müssen über die geplanten Maßnahmen..

Greift Landebehörde in Politik ein?

Ich frage mich nun, ob das nicht schon ein Eingriff in die Politik ist, falls die Behörde es tatsächlich in Auftrag gegeben hat?! Auch eine Straßenbaubehörde hat sich - meiner Meinung nach - neutral zur geplanten Autobahn A39 zu verhalten.
Wir werden noch weitere Recherchen betreiben. Sollte sich heraus stellen, dass der Landesbehörde tatsächlich die Fläche gehört. Dann hätten sie uns doch informieren können, und wir hätten die Protestwagen ein paar Meter weiter gefahren. So sieht es nach Sachbeschädigung aus und wir werden rechtliche Schritte prüfen.

Update vom 30.09.17: In der Zeitung übernimmt nun der Leiter der Behörde Bernd Mühlnickel die Verantwortung und entschuldigt sich dafür.


Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.


Freitag, 22. September 2017

Armselige Autobahnfreunde besprühen Protestschilder

Hallo zusammen,

pünktlich zu unserem DEMO-Jubiläum wurde unser Protestwagen wieder einmal Opfer von offensichtlichen Autobahnfreunden. Zugegeben, die Wagen könnten mal wieder eine Auffrischung gebrauchen. Andererseits zeigen sie auch deutlich wie viel Zeit mittlerweile vergangen ist.

Was wollen der oder die armseligen Figuren damit erreichen? Gehören die zu den Personenkreis, die sich von der IHK Wolfsburg-Lüneburg Pro-A39 Schilder aufs Auto kleben oder in den Vorgarten stellen? Anstatt sich mal wirklich mit dem Thema auseinander zu setzen, wird nur gestört, gejammert und gefordert. Eine in diesen Tagen sehr verbreitete Unsitte in Deutschland. Solche Menschen bringen unser Land nicht voran, wenn sie an veralteten Ideologien krampfhaft festhalten wollen.




Schmiererei auf dem Feldweg daneben
Stop making sense (Deutsch: Hör auf, Sinn zu machen) war auch ein Filmtitel eines Konzertfilms einer meiner Lieblingsbands aus den 80ern. Mit Sicherheit hatten damals die Talking Heads etwas anderes im Sinn, als sie diesen Albumtitel ausgedacht haben. Der recht erfolgreiche Titelsong dieses Albums "Psycho Killer" wurde damals auch im Jembker Hof gespielt. Die erste Zeile des Songs lautet auf deutsch: "Ich scheine die Fakten nicht wahrhaben zu wollen". Tja liebe(r) Schmierfink(en), dass nenne ich mal ein klassisches Eigentor!


Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.

Wir haben viel erreicht in den letzten 5 Jahren

Hallo zusammen,

heute vor 5 Jahren am 22. September 2012 gab es die bis dahin größte DEMO im Boldecker Land. Fast 500 Bürger*innen protestierten friedlich gegen die geplante Tank- und Rastanlage zwischen Jembke und Tappenbeck.


Kaum jemand hätte vor 5 Jahren auch nur einen Cent darauf gesetzt, dass im Jahr 2017 die Bagger noch nicht mal in Sichtweite sind. Dass wir mit unseren Stimmen ein halbes Jahr später die Landesregierung absetzen und somit die Turbogelder für die A39-Planung gestrichen werden.
Auch der Posten des Nachfolgers vom Samtgemeindebürgermeister Leusmann schien damals in trockenen Tüchern. Doch dann kam unsere Anja Meier.

Mein 10-Jahres-Ausblick Anfang 2014 passte zum Glück nicht ganz. Damals habe ich auch die Wiederwahl von Angela Merkel voraus gesagt. Trotzdem sollten wir am kommenden Sonntag zur Bundestagswahl gehen und für ein weltoffenes, zukunftsorientiertes und nachhaltiges Deutschland stimmen.

Wenn am 15. Oktober der neue Landtag in Niedersachsen gewählt wird. Dann können wir ebenfalls mit unseren Wahlzetteln dafür sorgen, dass die Bagger auch weitere 5 Jahre keine Autobahntrasse ausheben.

Mittlerweile ist unser Samtgemeinderat um die Farbe Grün bereichert worden. Die Zahl der Bürger*innen welche an eine segensreiche A39 glauben schon deutlich gesunken. In einigen Jahren wird auch der Rest verstanden haben, dass es sinnvollere Lösungen für die Mobilität hier vor Ort geben kann. Die B4 wird ja bereits "heimlich" Stück für Stück zu einer 2+1 Bundesstraße umgebaut. Und wenn endlich alle an einem Strang ziehen, dann sind auch die Staus im Schichtverkehr irgendwann Geschichte.

Mein Plan für die nächsten Wochen.

Bis dann,
Norbert Schulze

Mitglied der Bürgerinitiative Natürlich Boldecker Land. Der Inhalt dieses Beitrages ist meine persönliche Meinung. Er wurde von keiner Redaktion auf Richtigkeit und/oder Vollständigkeit geprüft und stellt nicht notwendiger Weise die Meinung der Bürgerinitiative "Natürlich Boldecker Land" dar.